
Querflötenunterricht nach der Suzuki Methode
für Kinder ab 4 in Berlin Tempelhof
Aufmerksames Hören - Musik hören und Singen ist der wichtigste Teil des täglichen Übens und der wöchentlichen Stunden. Dadurch entwickelt das Kind sein Gehör und lernt Aufmerksamkeit, zwei der wichtigsten Fähigkeiten für das Musizieren überhaupt. Das Kind lernt sein eigenes Spielen objektiv zu beurteilen und zu verbessern, ohne sich blind auf Anweisungen von aussen verlassen zu müssen.
Konzentrieren - Konzentration kann und muss gelernt werden. Kinder können viel mehr als ihnen häufig zugetraut wird. Konzentration üben wir in dem wir spielend anspruchsvolle aber überschaubare Übungen machen. Aus Sicht des Lehrers haben die Übungen immer einen musikalischen oder flötentechnischen Sinn. Für das Kind aber sind sie Spiele, und dabei achten sie von selbst sehr aufs Detail und legen von selbst die Latte hoch an.
Selbstbewustsein - Beim Üben und in den Stunden wird viel Wert auf das Polieren von alten Stücken gelegt. Das hat zur Folge, dass jede neue Technik tausendfach wiederholt und dermaßen befestigt wird, dass das Kind sich absolut sicher über seine Fähigkeiten fühlen kann. Im Schülerkonzert werden immer alte, gut polierte Stücke vorgespielt. Diese gelingen dann trotz der Aufregung, was bei frisch gelernen Sachen nicht unbedingt der Fall ist.

Musik gehört zu den frühesten Erfahrungen eines Kindes. Es ist eine ganz natürliche Reaktion zu singen, wenn man ein Baby beruhigen will. Und es funktioniert! Meiner Meiniung nach nicht zuletzt deshalb, weil ein Wiegenlied die eigenen Nerven beruhigt, und das Baby die Aufregung der Eltern ganz genau spürt.
Früh anzufangen ist ein Grundprinzip der Suzuki Methode. Man kann natürlich auch später anfangen, es ist aber schwieriger. Kleine Kinder lernen beim Spielen, freuen sich dabei, und haben die Zeit auf ihrer Seite. Sie sind noch nicht mit der Schule und sonstigen Aktivitäten verplant. Ältere Kinder und Erwachsene haben einfach weniger Zeit, setzen sich selbst schneller unter Druck, und werden von ihren eigenen Ansprüchen geplagt und gebremst.
Die Suzuki Methode basiert auf der Tatsache, dass jedes Kind seine Muttersprache unabhängig von Begabung lernt. Das ist so selbsverständlich, dass wir uns darüber kaum Gedanken machen. Eine Sprache zu lernen ist aber eine beachtliche Leistung! Für Erwachsene ist das erlernen einer Fremdspreache sehr aufwendig. Dagegen hören Kleinkinder einfach tagein tagaus wie die Erwachsenen reden und machen es irgendwann einfach nach. Die ersten Wörter werden dann von den Erwachsenen mit viel Lob und Aufmerksamkeit gefeiert. Und das Schauspiel wiederholt sich immer wieder.
Musik kann man so auch lernen. Kinder sind neugierig auf ihre Umgebung und erkunden sie beim Spielen. Wenn Musik Teil davon ist, werden sie auch mit Musik spielen und dabei Spaß haben. Mit der richtigen Unterstützung (vor allem Liebe und Zeit der Eltern) werden sie wie bei der Sprache beachtliches erreichen. Es hat gar nichts mit angeborenem Talent oder Intelligenz zu tun.
Die Unterrichtsstunde dauert ca. 30 Minuten. Kind und Mutter (oder Vater, Oma, Opa, Tante, etc.) kommen in den Unterrichtsraum. Zu Anfang gibt es eine Begrüßung (Handschlag oder Verbeugung) und der Unterricht beginnt. Im Prinzip arbeite ich mit dem Kind, aber der Erwachsene nimmt aktiv am Unterricht teil, weil er ja unter der Woche zu Hause mit dem Kind übt und dazu die Übungen verstehen muss. Erschrecken Sie bitte nicht! Musikalische Vorkenntnisse sind nicht nötig; manchmal geht es ohne diese sogar besser!
Der Unterricht ist wie ein großes Spiel. Als Lehrer bestimme ich natürlich die Spielregeln, das Kind aber hat das eigene Spiel in der Hand. Die Verbeugung oder der Handschlag am Anfang und Ende der Stunde gibt dem Spiel einen Rahmen. Dann machen wir verschiedene Übungen. Dabei hat das Kind je nach Übung Möglichkeiten selber zu bestimmen. Die Übungen sollen Spaß machen und sind so konzipiert, dass die Kinder jeden Übungschritt bewältigen können. Erfolg und Spaß motivieren. Irgendwann werden sich Lehrer und Schüler einig, dass es Zeit für die nächste Herausforderung ist.
Es kann vorkommen, dass das Kind aus irgendwelchen Gründen nicht mitmachen will. Jede Situation ist anders. Häufig nutze ich die Zeit mit dem Erwachsenen zu üben. Das Kind soll sich nicht gezwungen fühlen, sondern freiwillig und aus Lust an der Sache mitmachen. Höflichkeit und Respekt werden aber erwartet. In seltenen Fällen muss eine Stunde auch mal frühzeitig abgebrochen werden.
Im Unterricht gebe ich bestimmte Übungen auf. Zum Üben gehört grundsätzlich auch das Anhören der CD, um die Konzentration zu verbessern und das Gehör zu schärfen. Das Kind sollte sich täglich mit der Flöte beschäftigen. Es gibt natürlich Feiertage, Urlaub, Besuch und so weiter. Ausnahmen zum täglichen Üben kommen nun mal vor, da habe ich durchaus Verständniss. Sie dürfen aber keinesfalls zur Routine werden.
Beim Üben zu Hause sollte auch immer ein Elternteil dabei sein. Kleine Kinder können ungeheuer viel und schnell lernen. Sie brauchen aber unbedingt Hilfe beim Üben, Deswegen muss ein Elternteil im Unterricht teilnehmen, um zu sehen, worauf sie achten sollen. Sie benötigen keine musikalische Vorkenntnisse, nur Zeit und Liebe!
Bedingungen und Termine
Unterrichtsort: Tempelhof - Wiesenerstr. 9 (S-Bahn/U-Bahn Tempelhof)
Zehlendorf – Hüttenweg 46 (U-bahn Oskar-Helene-Heim)
Termine: täglich zu Hause üben und die Suzuki CD anhören
1 mal die Woche Einzelunterricht (30 Minuten)
1 mal im Monat Gruppenunterricht
2 mal im Jahr Schülerkonzert
Der Einzelunterricht findet einmal die Woche statt. Die Unterrichtstermine richten sich nach den Berliner Schulferien. Im Laufe des Jahres bekommt ein Kind 40 Unterrichtsstunden und nimmt 8 bis 10 mal am Gruppenunterricht teil. Versäumte Stunden können nur nachgeholt werden, wenn ich rechtzeitig im vorraus benachrichtigt wurde. Nach einer Probezeit wird ein Jahresvertrag abgeschlossen. Der Unterricht wird in 12 gleichen monatlichen Raten bezahlt. Der Vertrag kann von beiden Seiten nach einer einmonatigen Kündigungsfrist beendet werden.
Ich wurde 1976 in Lexington Kentucky (USA) geboren. Im Alter von 11 Jahren begann ich Querflöte zu spielen. 1999 habe ich meinen Bachelor of Music Abschluss an der University of Louisville erhalten. Dort habe ich Querflöte unter Prof. Francis Fuge studiert. 2001 habe ich, auch an der University of Louisville, meinen Master of Arts in Französisch abgeschlossen. 2002 bin ich nach Berlin gezogen. 2008 habe ich meine Ausbildung als Suzuki Querflötenlehrer an der University of Wisconsin unter David Gerry absolviert. Ab Oktober 2009 studiere ich auf ein Deutsches Lehramt mit den Fächern Schulmusik und Grundschulpädagogik an der Universität der Künste Berlin und an der Humboldt Universität.
Mein Interesse an der Arbeit mit kleinen Kindern kam eigentlich erst nachdem ich 2007 selber Vater wurde. Mir wurde schnell klar dass kleine Kinder die Welt anders wahrnehmen als wir. Sie haben noch die Zeit und die Offenheit ihre Umgebung zu bewundern und spielend zu erforschen. Ich war vor allem beeindruckt wie häufig und leichtfertig Kinder singen. Jahrelang habe ich mit Erwachsenen und Teenagern gearbeitet, und immer waren Zeitmangel und der Frust darüber den eigenen Erwartungen nicht gerecht werden zu können ein Problem. Je mehr ich mit Kindern zu tun hatte, desto mehr beeindruckte mich die leichtigkeit mit der Kinder spielen und sich über einfache Kinderlieder freuen. Damit kann man gründliche Arbeit leisten die später im Leben einfach viel schwieriger ist.
Kontakt
Kilian Kubala - Querflötenlehrer